Mein Repertoire
22. Mai 2007 von Christhard Landgraf |
Als ich letzthin mit meinem Musiklehrer mein Repertoire[1] besprach, kamen Begriffe wie Repertoirepflege, -erneuerung und -erweiterung ins Spiel. Das machte mich unruhig.
Warum haben Musiker ein Repertoire und Designer ein Portfolio?
Im Begriff Repertoire findet sich viel mehr wieder als in Portfolio. Designer laufen zwar mit einer Mappe respektive tragbarem Computer durch die Welt und zeigen ihre Arbeiten. Ist es nicht besser sich seines Repertoires zu besinnen und Fähigkeiten zu präsentieren, die man auf höchstem Niveau virtuos beherrscht, wo man Meister, ja Künstler ist. Und dieses Repertoire auch pflegt und erweitert. Damit würde man sein Image schärfen, sich als Designer eine hohe Identität schaffen.
Mein neuer Aufzugssatz (Elevator Pitch): „Als Designer suche ich mit Hilfe von Farben und Formen, Typografie und Bildern nach neuen Lösungen.“
Und als Koch? „Mit Leichtigkeit versuche ich Herz und Sinne zu gewinnen.“
Saisonal bedingt lege ich Euch heute „Grünen Spargel mit Schinken“ ans Herz.
Und so wird’s gemacht: Den grünen Spargel waschen und nur das untere Drittel schälen wenn er zu dick ist. Jede Spargelstange wird mit einer Scheibe luftgetrocknetem Schinken (Serrano oder aus Parma) umwickelt. In einer Pfanne mit Butter werden die Spargel-Schinken-Stangen bei mittlerer Hitze gebraten. Ein- oder zweimal drehen und nach ca. 7 bis 10 Minuten ist der Spargel durch. Der Vorteil ist, man kann in der Pfanne immer mit der Gabel die Konsistenz des Spargels prüfen. Der eine mag ihn weich, der andere „al dente“. Serviert wird der Spargel auf einem leicht angewärmten Teller und mit etwas frisch gehobeltem Hartkäse. Eine Scheibe Weizenbrot und ein moussierender Weißwein heben das Gericht auf das ihm zustehende Niveau: Leicht und köstlich.
Übrigens: Repertoirepflege heißt üben.
Viele Grüße Euer Christhard „Otto“ Landgraf
Wegweiserfoto: Christhard Landgraf
Notes- Zur Zeit noch etwas klein: „Take Five“ von Dave Brubeck, „Caravan“ von Carol Klose, „As Time Goes By“ von Herman Hupfeld. ↩
