Das Recht auf Nichtwissen

15. Mai 2009 von Christhard Landgraf  | Druckansicht dieses Beitrages/dieser Seite

otto-muelsenUnsere Staatslenker haben uns, den mündigen Bürgern, das Recht auf Nichtwissen zugestanden.* Eine gute Entscheidung, allerdings nur ein Anfang. Nichtwissen ist nicht nur Nicht-Wissen-Wollen (s.o.) sondern auch Noch-Nicht-Wissen und Nicht-Wissen-Können.
Gerade letzteres, das Nicht-Wissen-Können, wird von Wissenschaftlern gerne den anderen zu geschrieben. Selbst hat man den vollen Durchblick.
Unter solchen Zeichen stehen die Experten-Debatten zur Finanz- und Wirtschaftskrise, zur Gentechnik, zum Klimawandel usw. usf. Unkunks** haben keine Konjunktur.
Sich immer seiner Unzulänglichkeit bewußt sein, ist ein sehr starker Charakterzug, zeugt von hoher Verantwortung. Und die braucht es, in allen Bereichen, auch im Design (siehe Charta zum Nachhaltigen Design).
Auch beim Essen zubereiten (Kochen ist ja nur ein kleiner Teil davon) trägt man Verantwortung. Essen soll satt machen und bekömmlich sein.
Hier die drei Pfeiler der ökologischen Küche***: Natur- und naturbelassene Produkte verwenden (Konsistenz), saisonal und regional Einkaufen (Suffizienz) und ausgewogenes Verhältnis von Kohlenhydraten, Proteinen, Fetten und Ballaststoffen (Effizienz).
Die meisten Kochbücher sind umzuschreiben!**** Welche Herausforderung!

Mit besten Grüßen Euer Christhard „Otto“ Landgraf

* Gendiagnostik-Gesetz
** Als Unkunks bezeichnet die U.S. Airforce die ‘unknown unknowns’, diejenigen Elemente einer Planung oder einer Theorie, an die vorher keiner gedacht hat, die sich aber hinterher als relevant herausstellen.“ Forscher im Nebel von Jens Soentgen, duz MAGAZIN 02 / 2006, Seite 38
*** Ein Fünftel des CO2, das jeder Deutsche pro Jahr verursacht, also ca. 2 Tonnen, stammt aus der Ernährung. Ökologische Landwirtschaft emittiert ein Fünftel weniger CO2 als konventionelle. Öko-Institut 2005 >>
**** Die freudlose Gewohnheitsküche schneidet in der CO2-Bilanz am besten ab. Öko-Institut 2005 >>

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