<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Design meets Cook</title>
	<atom:link href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook</link>
	<description>Blog zum Thema Design, Designer, Kunden und alles verqickt mit Vorschlägen zu kulinarischen Genüssen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 26 Sep 2011 10:53:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.2</generator>
		<item>
		<title>Mühlhausen ruft …</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=412</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=412#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Sep 2011 10:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Designer]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[Süßes]]></category>
		<category><![CDATA[und die Welt und das Leben]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=412</guid>
		<description><![CDATA[und alle Designer fahren hin. Nun ist es aber ein Kreuz damit, wenn die Liebste/der Liebste sagt: „Bring mir was Schönes mit!“ Und sie/er denkt dabei natürlich nicht an die sagenhaften Eindrücke und wunderbaren Begegnungen während der AGD-Jahrestagung, geschweige denn an den Wissensgewinn durch die Vorträge. Sondern es soll etwas Außergewöhnliches sein. Da ist guter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://zappo-berlin.de/aktuell/wp-content/uploads/2011/09/Pflaume_im_Garten.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-686" title="Pflaume_im_Garten" src="http://zappo-berlin.de/aktuell/wp-content/uploads/2011/09/Pflaume_im_Garten-300x225.jpg" alt="" width="240" height="180" /></a>und alle Designer fahren hin.</p>
<p>Nun ist es aber ein Kreuz damit, wenn die Liebste/der Liebste sagt: „Bring mir was Schönes mit!“ Und sie/er denkt dabei natürlich nicht an die sagenhaften Eindrücke und wunderbaren Begegnungen während der AGD-Jahrestagung, geschweige denn an den Wissensgewinn durch die Vorträge. Sondern es soll etwas Außergewöhnliches sein. Da ist guter Rat teuer.</p>
<p><span id="more-412"></span>Kopf hoch, ich hab für Euch einen Tipp: Nehmt Mühlhäuser Pflaumenmus mit nach Hause. Das ist doch nichts Besonderes, nichts Schönes!</p>
<p>Weit gefehlt. Es kommt darauf an, was man daraus zaubert. Ich schlage Euch die „Raffinierte Mühlhäuser Pflaumenmus-Vinaigrette“ vor.</p>
<p>Aus vier Esslöffel Mühlhäuser Pflaumenmus, vier Esslöffel Olivenöl und dem Saft zweier Limetten mischen wir eine cremige Vinaigrette. Dazu geben wir frische, gehackte Kräuter: Minze, Basilikum, Schnittlauch, glatte Petersilie oder was noch so alles auf dem Fensterbrett oder im Garten wächst. Abgeschmeckt wird mit Pfeffer und Salz. Wer es etwas pikant haben möchte, gibt noch frische, kleingehackte Chilischote dazu. Die Pflaumenmus-Vinaigrette ist vielseitig einsetzbar. Für gemischte Blattsalate mit Rucola, als Marinade für Schafkäse oder als Dipp für das Fleischfondue ist sie genauso vorzüglich geeignet, wie in etwas dickerer Konsistenz als herzhaft-süßer Brotaufstrich – der eigentlichen Bestimmung des Mus.</p>
<p>Danach wird Mühlhausen auch bei der Liebsten/dem Liebsten in bester Erinnerung bleiben.</p>
<p>Ein weiteres Mühlhäuser Pflaumenmusrezept verrate ich Euch in Mühlhausen.</p>
<p>Euer Christhard „Otto“ Landgraf</p>
<p><em>Foto: Christhard „Otto“ Landgraf, 2011</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=412</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das letzte Hemd</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=377</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=377#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 13:51:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Designer]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[und die Welt und das Leben]]></category>
		<category><![CDATA[vegetarisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=377</guid>
		<description><![CDATA[Bin ich eine Mimose? So ein schamhaftes Ding, das bei der kleinsten Berührung zusammenzuckt? Ich behaupte das von mir eigentlich nicht: Über fünfzig Jahre auf dem Buckel, über dreißig Jahre DDR ausgehalten, zwei Kinder fast groß bekommen – aber jetzt ist Schluss. Jahrelang habe ich es geduldig ertragen, gute Miene zu bösem Spiel gemacht, versucht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2011/07/Lovis_Corinth_-_Selbstportraet_mit_Tiroler_Hut_1913.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-381" title="Lovis_Corinth_-_Selbstportraet_mit_Tiroler_Hut_1913" src="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2011/07/Lovis_Corinth_-_Selbstportraet_mit_Tiroler_Hut_1913-217x300.jpg" alt="" width="149" height="205" /></a>Bin ich eine Mimose? So ein schamhaftes Ding, das bei der kleinsten Berührung zusammenzuckt?<br />
Ich behaupte das von mir eigentlich nicht: Über fünfzig Jahre auf dem Buckel, über dreißig Jahre DDR ausgehalten, zwei Kinder fast groß bekommen – aber jetzt ist Schluss. Jahrelang habe ich es geduldig ertragen, gute Miene zu bösem Spiel gemacht, versucht, selbst Hand anzulegen, Nähmaschine nähen gelernt, getrennt und gesäumt: <span id="more-377"></span>Ihr Hemdennäher (die T-Shirt-Fritzen sind auch nicht gerade besser), macht die Oberhemden tragbar! Keine Kunstfaseretiketten mit scharfen Kanten mehr im Kragen, kein hartes, scheuerndes Kunststoffnähgarn mehr für den Halsbereich. Und wer da denkt, es sind nur die billigen Oberhemden, dem sage ich: Stones, Schütte Lanz, CG Circle of Gentlemen, Seidensticker gehören zu den üblichen Verdächtigen.<br />
Ist die Haltbarkeit des Hemdennäheretikettes (aus Kunstfaser, obwohl das Oberhemd aus Leinen ist) wichtiger als der Tragekomfort oder soll der wunde Hals die Erinnerung an den Hemdennäher rund um die Uhr wachhalten. Wir Designer von Druckerzeugnissen meißeln das Impressum doch auch nicht in eine beigelegte und angekettete Kalkplatte.<br />
Die Anregung für ein Kochexperiment hab ich Euch aus dem Vomper Loch, Karwendel (Kalkalpen) in Österreich (Tirol) mitgebracht, die eigentlich schweren Semmelknödel werden zusammen mit Mangold zu einer leichten Gaumenfreude verzaubert.<br />
Hier also meine „Semmelknödel mit Mangold“.<br />
Den frischen Mangold mit Strunk und Blatt klein hacken und zusammen mit einer frischen, klein gehackten Chilischote in Olivenöl bissfest dünsten. Danach abtropfen lassen, salzen, pfeffern, mit einem Hauch Muskat versehen, mit glasig gedünsteten Zwiebeln und mit den alten, in Milch eingeweichten, klein geschnittenen Semmeln zu kleinen Klößen formen (bitte Teig abschmecken!). Beim Verhältnis Mangold und Semmeln gibt es viel Spielraum. Sollte der Teig zu feucht sein, kann etwas Mehl die Bindung bringen. In einem Topf mit kochendem Salzwasser die Klöße zehn bis zwanzig Minuten ziehen lassen. Vor dem Servieren kann man die Klöße noch in zerlassener Butter schwenken, auf dem Teller werden sie mit geriebenem Hartkäse überstreut. Dazu reicht man einen sommerlichen Salat aus Radieschen, dunklen Möhren (<a href="http://www.amazon.de/M%C3%B6hren-Purple-Haze-schwarze-Urm%C3%B6hre/dp/B000PH991Y" target="_blank">Purble Haze</a>) und Blattsalat, angerichtet mit einer frischen Kräutermischung z. B. aus Löwenzahn, Sauerampfer, Zitronenmelisse und Salbei. Sollten zu viele Klöße entstanden sein, werden sie in den nächsten Tagen in Scheiben geschnitten und scharf angebraten verzehrt.</p>
<p>Gutes Gelingen.<br />
Euer Christhard „Otto“ Landgraf</p>
<p><a href="http://www.everytrail.com/view_trip.php?trip_id=1195760&amp;code=e0468596c2e3cefe55ba49077fa094dc" target="_blank">Frank-Peter Hennig, Track und Bilder aus dem Vomper Loch, 2011</a><br />
Abb.: Lovis Corinth (21. Juli 1858 – 17. Juli 1925) – Selbstporträt mit Tiroler Hut, 1913, Öl auf Leinwand, 80 × 60 cm</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=377</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nachhaltige, typografische Anmerkungen zur Tiefkühlkost</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=398</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=398#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 10:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Designer]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=398</guid>
		<description><![CDATA[Tiefkühlkost (TKK) hat nicht überall einen guten Ruf. Gehen wir den Vorurteilen etwas auf den Grund. Erstens und vielleicht das Wichtigste – der Geschmack: Aber bekanntlich »lässt sich über Geschmack nicht streiten«. Zweitens – da sind nur minderwertige Zutaten drin: Wer keine Billigprodukte kaufen will, sollte sich informieren. Dafür gibt es Deklarationen und Verbraucherinformationen. Drittens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" title="AGD zwei|viertel: Design und Tiefkühlkost" src="http://www.agd.de/typo3temp/pics/ab6e5b7781.jpg" alt="" width="140" height="180" />Tiefkühlkost (TKK) hat nicht überall einen guten Ruf. Gehen wir den Vorurteilen etwas auf den Grund.<br />
<strong>Erstens</strong> und vielleicht das Wichtigste – der Geschmack: Aber bekanntlich »lässt sich über Geschmack nicht streiten«. <strong>Zweitens</strong> – da sind nur minderwertige Zutaten drin: Wer keine Billigprodukte  kaufen will, sollte sich informieren. Dafür gibt es Deklarationen und  Verbraucherinformationen. <strong>Drittens</strong> – die TKK verbraucht  viel Energie bei der Herstellung und Lagerung: Das ist richtig. <span id="more-398"></span>Für die  Produktion und die anschließende geschlossene Kühlkette bei maximal  –18° C muss viel Energie aufgewendet werden. <strong>Viertens</strong> –  zu viel Verpackung: Hier muss mit einem Vorurteil der Verbraucher  aufgeräumt werden. Verpackung, meist aus Kunststofffolie, hat einen  geringen Anteil an der CO2- und SO2-Bilanz von TKK. Konserven in  Einweg-Glasgebinde dagegen belasten die Umwelt um das Doppelte. <strong>Fünftens</strong> – die Transportwege sind zu lang: Auch nicht ganz richtig. Frische, mit  dem Flugzeug aus Übersee eingeflogene Lebensmittel haben einen 48-fach  größeren Anteil an Transportenergie, und frische, regionale Produkte von  Kleinerzeugern werden meist ineffizient transportiert. <strong>Sechstens</strong> – Vitamine: Die einen sagen so, die anderen so.<br />
TKK  ist ein Bestandteil unserer Lebensmittel. Beim Kochen kommt es auf  Inspiration, Handwerk und Wissen an, um aus der Kombination von Frischem  und Tiefgekühltem ein wertvolles, schmackhaftes und nachhaltiges Essen  zuzubereiten.</p>
<p>Mit Schriften ist es wie mit TKK. Mit einer  entscheidenden Ausnahme, Schriften haben einen besseren Ruf.  Schrifthäuser bieten »Fonts« aller Couleur, gut ausgebaut, gut  zugerichtet, gut verpackt und leicht einzusetzen. Mit ihnen arbeiten die  meisten Gestalter. Es gibt auch welche, die verzichten darauf,  schneiden bzw. konstruieren ihre eigenen Schriften oder schreiben gleich  mit der Hand. Den Ergebnissen sieht man nur zum Teil an, woher die  Schrift kommt. Was man aber immer sieht: Wie ist die Schrift in die  Gestaltung einbezogen, sind handwerkliche Regeln beachtet oder, noch  besser, virtuos interpretiert worden. Wie der Koch die TKK einsetzt, so  ist es immer der Gestalter, der aus dem physikalischen Material, unter  anderem der Schrift, mit der Gestaltung der ideellen Beziehungen und der  Qualität der handwerklichen Ausführung das Artefakt visualisiert.  Bedenkt der Gestalter neben formal ästhetischen, inhaltlich funktionalen  und semantischen Aspekten auch den gesamten Lebenszyklus des von ihm  gestalteten Artefakts, kann gutes, nachhaltiges Design entstehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beitrag zum AGD zwei|viertel: Design und Tiefkühlkost, Sommer 2011</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Literatur: Ernährungswende, Öko-Institut, Darmstadt/Hamburg, September 2005</em><br />
<em>Abbildungen aus Closing The Loop: A Guide to Packaging Material Flows and Terminology, Green Blue 2009</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=398</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Mein Repertoire 2</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=358</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=358#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 May 2011 08:19:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Designer]]></category>
		<category><![CDATA[Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=358</guid>
		<description><![CDATA[Es ist Spargelzeit. Ich habe Euch im Mai 2007 mein ultimatives Rezept dazu vorgestellt. Das erneute Lesen dieses Beitrages schreit jetzt vier Jahre später nach einer Weiterführung bzw. Korrektur. Habe ich mein Repertoire damals noch so beschrieben: „Als Designer suche ich mit Hilfe von Farben und Formen, Typografie und Bildern nach neuen Lösungen“, würde ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2011/05/Tastatur-Repertoire.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-359" title="Tastatur-Repertoire" src="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2011/05/Tastatur-Repertoire-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist Spargelzeit. Ich habe Euch im Mai 2007 <a title="Mein Repertoire" href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=3" target="_blank">mein ultimatives Rezept</a> dazu vorgestellt. Das erneute Lesen dieses Beitrages schreit jetzt vier Jahre später nach einer Weiterführung bzw. Korrektur. Habe ich mein Repertoire damals noch so beschrieben: „Als Designer suche ich mit Hilfe von Farben und Formen, Typografie und Bildern nach neuen Lösungen“, würde ich es heute anders fassen. <span id="more-358"></span><br />
Warum? Das physikalische Material – Farben, Formen … – steht dabei im Fokus. Das ist zu wenig! Auf die Suche kommt es an – auf mein individuelles Vermögen – mein Repertoire –, mit diesem Material umzugehen. Denn dieses Material steht allen Designern zur Verfügung, aber wie ich es ordne, wie ich den Rhythmus festlege, wie ich zwischen Gleichgewicht und Ungleichgewicht entscheide, wie ich Offenheit gegenüber Geschlossenheit oder zwischen Gleichmaß und Betonung abwäge, das ist mein Repertoire. Fazit: „Ich bin Herr über Formen, Farben …“ Diese Feststellung ist statisch, das kann auch ein Verkäufer von sich behaupten. Da ich aber nicht verwalte, sondern aktiv mit dem Material arbeite, um ein Ziel zu erreichen, das in der noch kommenden Zeit liegen wird, bin ich auch ein Gestalter der Zukunft.<br />
Mit dem Spargel ist es wie mit dem physikalischen Material, und das Kochen ist das individuelle Vermögen, etwas Köstliches daraus zu machen – über den Tellerrand zu schauen gehört mit dazu.<br />
Da Langstreckenflüge* nicht zu meinem Standardrepertoire gehören, greife ich gern auf Berichte von Freunden zurück. Frank und Conny** brachten »Garnelen mit grünem Spargel« aus Thailand mit. Gung Pad Noh May Farang ist leicht gemacht. Bevor man am Herd anfängt, muss man sich im ostasiatischen Laden mit Fisch- und Austernsauce*** eindecken. Wieder am Herd, trennt man die Köpfe von den Garnelen**** ab, zieht nach einem kleinen Schnitt unten den schwarzen Darm raus und mariniert mit ordentlich Pfeffer und Fischsauce. Den in vier Zentimeter geschnittenen grünen Spargel (zwei ℔*****) blanchiert man eine Minute im kochenden Wasser. Der kleingeschnittene Knoblauch wird im Wok oder in der Pfanne eine Minute in Pflanzenöl angebraten. Dazu gibt man den Spargel, vier Esslöffel Austern- und einen Esslöffel Fischsauce, einen Esslöffel Zucker und zwei Esslöffel Reiswein und dann wird noch zwei weitere Minuten gegart. Ist der Fond zu dick, geben wir Wasser dazu. Dazu servieren wir Reis oder Weißbrot, etwas frischer Salat rundet dieses leichte Gericht ab.<br />
Auf zu neuen Ufern!<br />
Euer Christhard „Otto“ Landgraf &gt;&gt;</p>
<p>* wenn nötig, bitte ausgleichen: http://www.atmosfair.de<br />
** Freunde beim Kochen<br />
*** <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Austernsauce_%28W%C3%BCrzsauce%29" target="_blank">Würzsaucen</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fischso%C3%9Fe" target="_blank">Fischsauce</a></p>
<p>**** <a href="http://www.wwf.de/themen/meere-kuesten/fischerei-und-fischzucht/jeder-kann-handeln/neu-fischratgeber/garnele-krabbe-shrimp/" target="_blank">WWF-Empfehlung für Tropische Garnelen:</a> Tropische Garnelen, Südost-Asien extensive Teichwirtschaft oder Bio-Tropische Garnelen, weltweit<br />
***** ℔ für Pfund, alte Gewichtseinheit, nur noch umgangssprachlich gebraucht; 500 Gramm<br />
Foto: Rainer Sturm_pixelio.de</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=358</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Frühling, grünes Band, E 10 und ich</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=338</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=338#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 06 Apr 2011 07:31:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[und die Welt und das Leben]]></category>
		<category><![CDATA[vegetarisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=338</guid>
		<description><![CDATA[In der saisonalen Küche fängt jetzt die Übergangszeit an. Erste heimische frische Kräuter schießen aus dem Boden. Darum empfehle ich Euch: Rote Bohnen mit geräuchertem Tofu und Bärlauch. Rote Kidney-Bohnen am Vortag einweichen, das verkürzt die Kochzeit. Eine Stunde vor dem geplanten Essen die Bohnen aufsetzen. Vier große Zwiebeln, drei Knoblauchzehen und eine Chilischote mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2011/04/Panorama_Funtensee.png"><img class="alignleft size-medium wp-image-339" title="Panorama_Funtensee" src="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2011/04/Panorama_Funtensee-300x82.png" alt="" width="300" height="82" /></a>In der saisonalen Küche fängt jetzt die Übergangszeit an. Erste heimische frische Kräuter schießen aus dem Boden. Darum empfehle ich Euch: Rote Bohnen mit geräuchertem Tofu und Bärlauch.<br />
Rote Kidney-Bohnen am Vortag einweichen, das verkürzt die Kochzeit. Eine Stunde vor dem geplanten Essen die Bohnen aufsetzen. <span id="more-338"></span>Vier große Zwiebeln, drei Knoblauchzehen und eine Chilischote mit Tomatenmark zu einer Tomatensoße zusammenkochen. Nach einer reichlichen halben Stunde sollte man damit fertig sein und die halbweichen Bohnen mitsamt Kochwasser dazu geben und fertig kochen (Bohnen so weich wie man möchte).<br />
Vorher haben wir den geräucherten Tofu in Streifen oder Würfel geschnitten, mit Zitrone, Sojasoße, etwas Curry und Pfeffer mariniert. Wenn die Bohnen fertig sind, lassen wir sie ruhen. Jetzt braten wir den abgetropften Tofu scharf an. Am Schluss(!) mit Salz abschmecken und mit reichlich frischem, klein geschnittenem Bärlauch, unserem ersten, essbaren Frühlingsboten, anrichten.<br />
Was hat das mit E 10 zutun?<br />
1. Lokomotiv-Fahrer bin ich nicht.*<br />
2. Der Ottokraftstoff mit 10 % Bioethanolbeimischung ist auch nicht gemeint, obwohl hier ein Zusammenhang besteht. Bioethanol wird aus Weizen und Zuckerrüben hergestellt, Biodiesel, ein weiterer Kraftstoff, aus Rapsöl oder Sojaöl und Bio-oder Ökodruckfarben sind ebenfalls auf Sojaölbasis.<br />
3. Den E 10<a href="http://www.wandern.de/wanderwege/europa/E10.html, http://www.outdoorseiten.net/wiki/Europäischer_Fernwanderweg" target="_blank">**</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Fernwanderwege" target="_blank">***</a>, den ich meine, ist der Europäische Fernwanderweg Nummer zehn von <a href="http://maps.google.de/maps?hl=de&amp;client=safari&amp;q=Nuorgam,+Finnland&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Utsjoki,+Nuorgam,+Finnland&amp;gl=de&amp;ll=70.080562,27.883301&amp;spn=4.032977,14.106445&amp;z=6" target="_blank">Nuorgam</a> dem nördlichsten Dorf in Finnland, nach <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Tarifa,+Spanien&amp;aq=0&amp;sll=70.080562,27.883301&amp;sspn=4.032977,14.106445&amp;gl=de&amp;ie=UTF8&amp;hq=&amp;hnear=Tarifa,+Provinz+C%C3%A1diz,+Andalusien,+Spanien&amp;z=10" target="_blank">Tarifa</a> (Andalusien), der südlichste Stadt in Europa. Er verläuft in Deutschland von der Insel Rügen kommend über Potsdam, den Spreewald nach Zittau. Nach Tschechien und Österreich kommt er in Berechtesgaden noch einmal nach Deutschland zurück und verlässt uns hinterm Königssee im Steinernen Meer. Dieser insgesamt über 2850 Kilometer weite Weg ist durch ein grünes Band gekennzeichnet. Mit Eduard Mörike kommt ja der Frühling mit einem blauen Band, aber Angesichts von E 10 ist der Frühling diesmal grün.</p>
<p>Euer Christhard „Otto“ Landgraf</p>
<p>* E 10 – Schnellzuglokomotive der Deutschen Bundesbahn<br />
Foto/Montage: Das Panorama des Funtensees mit den Gipfeln des Steinernen Meeres, © Christhard Landgraf, 2010, <a href="http://www.zappo-berlin.de/Sommerurlaub_2010/index3.html">mehr Bilder</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=338</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>e e f i l l r w z ö *</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=343</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=343#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 07:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Designer]]></category>
		<category><![CDATA[einfach]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[und was sie so umtreibt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=343</guid>
		<description><![CDATA[Zwölf  ist eine erhabene Zahl und kann wie folgt dargestellt werden: C (hexadezimal); XII (römische Ziffern); 12 (dezimal); 3+4+5; 2943** : 245 = 12 + Rest; 4 x … Die schönste Zwölf haben die Mayas (siehe Abb.). Was hat es mit der Zwölf auf sich? Für Typographen und Texter ist die Zwölf die letzte Zahl, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2011/04/Maya-12.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-344" title="Maya-12" src="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2011/04/Maya-12-300x300.jpg" alt="" width="168" height="168" /></a>Zwölf  ist eine erhabene Zahl und kann wie folgt dargestellt werden: C (hexadezimal); XII (römische Ziffern); 12 (dezimal); 3+4+5; 2943** : 245 = 12 + Rest; 4 x …<br />
Die schönste Zwölf haben die Mayas (siehe Abb.).<br />
Was hat es mit der Zwölf auf sich? Für Typographen und Texter ist die Zwölf die letzte Zahl, die ausgeschrieben wird, d.h. ab 13 stehen Ziffern.<br />
Mit einem zwölfteiligen Seil kann man einen rechten Winkel konstruieren.<br />
Es gibt zwölf Monate, zwölf Tierkreiszeichen, zwölf Tierzeichen, zwölf Erdzweige, zwölf Stämme Israels, zwölf Apostel … <span id="more-343"></span><br />
Zwölf Stück sind ein Dutzend, zwölf Sterne sind in der Europaflagge, und nicht nur die Tafelrunde des Artus hat zwölf Plätze, sondern jetzt auch der AGD-Vorstand***.</p>
<p>Da uns Kassel 2011 schöne Erlebnisse beschert hat, will ich Euch ein regionales Rezept ans Herz legen:<br />
<a href="http://kassellexikon.hna.de/Duckefett">Duckefett</a>: »Me brucht 250 gr Speck, ’n Becher Schmaand oder Bichsenmelch, ’n bisschen Saalz unn ne Zwebbel. Den Speck in Werfel schnieden unn in ner Panne usslossen. Dann de klenegeschneddene Zwebbel zugäben und brodn bisse brunn währen. Dann de Panne vum Fier nähmen un den Becher Schmand (manche schlochen den au noch dicke) oder de Bichsenmelch unnerriehren. ’n bisschen Saalz ninn unn schonn isses fertich! Dobie gibbeds Bellgarduffeln oder Kleeße! Unn die ducked me dann ins duckefett!«</p>
<p>Mit besten Grüßen Euer Christhard "Otto" Landgraf</p>
<p>* »zwölferlei« besteht aus zehn Buchstaben, davon acht verschiedene.<br />
** Anzahl der AGD-Mitglieder per 14. Februar 2011.<br />
*** Am 12. Februar 2011 wurde in Kassel der neue AGD-Vorstand gewählt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=343</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Back to the roots. Ein ganzes Reh*!</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=323</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=323#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 11:14:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=323</guid>
		<description><![CDATA[Berlin ist umzingelt von Brandenburg. Warum also nicht mal zum Nachbarn schauen, was es dort so Feines gibt. Der Winter und gute Beziehungen nach Kyritz an der Knatter bescherten mir dann ein frisches, ganzes Reh  (15 kg ohne Decke). Frisch, weil es direkt vom Jäger und ohne Umwege über die Tiefkühlung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2010/12/Kerzen-Entwürfe.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-324" title="Kerzen-Entwürfe" src="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2010/12/Kerzen-Entwürfe-300x254.jpg" alt="" width="143" height="120" /></a>Berlin ist umzingelt von Brandenburg. Warum also nicht mal zum Nachbarn schauen, was es dort so Feines gibt. Der Winter und gute Beziehungen nach <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kyritz" target="_blank">Kyritz an der Knatter</a> bescherten mir dann ein frisches, ganzes Reh  (15 kg ohne Decke). Frisch, weil es direkt vom Jäger und ohne Umwege über die Tiefkühlung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in unserer Küche gelandet ist. Nach reichlicher Bedenkzeit (Wie verarbeitet man ein ganzes Reh?) stand folgendes Menü fest: Wildsuppe mit Champignons, Rehburger auf Eisbergsalat, Herbstrolle, Rehmedaillions und Eierschecke.  <span id="more-323"></span><br />
Die große Teilung hatte der Jäger schon gemacht.** Die anstrengendste Aufgabe ist das Auslösen des Fleisches von Schulter, Träger (Hals) und Vorderläufen, Keulen und Rücken gehen einfacher. Alle Sehnen und die Silberhaut gründlich entfernen und die Knochen grob hacken. Aus den Knochen wird die Suppe bereitet. Sie werden mit Suppengrün gekocht, bis das verbliebene Fleisch weich ist, Fleisch abschaben und zurück in die Brühe, mit frischen, gehobelten Champignons und Preiselbeeren zehn Minuten fertig ziehen lassen. Mit Sahne verfeinern, muss aber nicht sein.<br />
Die ausgelösten Fleischstücke sortiert man. Alles, was nicht als Medaillions geeignet ist, kommt in den Fleischwolf und wird zu Rehhack gemacht. Wer Lust und Zeit hat, kann für den Rehburger die mittlere Scheibe nehmen, damit werden sie sehr kompakt, und für die Herbstrolle die grobe Scheibe.<br />
Mit dem letzten Hack wird noch etwas Rosenkohl durchgedreht. Gewürzt wird nur mit etwas Salz und Pfeffer. Danach zu Burgern formen und in Butter (!!) von jeder Seite 2 Minuten braten. Die besten Rehburger sind innen noch rosa.<br />
Für die Herbstrolle das Rehhack in Blätterteig einrollen und die Rolle in 1 bis 1,5 cm breite Scheiben schneiden und auf der Seite auf Backpapier im Ofen bei 200°C 10 bis 15 Minuten backen. Hier lohnt sich ein Vorversuch, damit das Hack nicht austrocknet.<br />
Rehmedaillions: Aus dem feinsten Fleisch schneiden wir ca. 8 bis 10 cm große Stücke. Diese legt man in Olivenöl mit Wacholderbeere und Lorbeer ein. Danach werden sie kurz und scharf in Öl angebraten, herausgenommen, mit Honig bestrichen, mit gehackten Pistazienkernen bestreut und weitere 1 bis 2 Minuten in Butter (!!) ausgebraten. Danach mindestens zehn Minuten ziehen lassen. Vorher hat man aus Äpfeln und Zwiebeln, Wacholder, Kardamom, Nelken, Lorbeer und Honig oder Zuckerrübensirup zusammen mit Weißwein eine dicke Soße gekocht. Dazu reicht man Kartoffeln und Rosenkohl. Mit auf den Tisch stellt man frischen Sauerkrautsalat, schwarze Oliven, marinierte Pilze, dunkles Brot und viele Kerzen. Als Nachtisch gibt es Eierschecke mit Obstsalat aus Äpfeln und Orangen. Für jede Person rechne ich 1 kg Fleisch mit Knochen. Als Getränk empfehle ich Apfelsaft und frisches Bier.</p>
<p>Gutes Gelingen Euer Christhard Otto Landgraf</p>
<p>* Wer bei Reh an Bambi denkt, für den ist hier ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bambi-Irrtum#Reh_und_Hirsch_seien_dieselbe_Tierart" target="_blank">Tipp</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reh" target="_blank">hier </a></p>
<p>** <a href="http://www.pro-iure-animalis.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=403&amp;Itemid=86" target="_blank">Zwei Jäger unter sich</a> und <a href="http://www.jagd-wien.at/Jaegerrecht.723.0.html" target="_blank">kleines Jägerrecht</a></p>
<p>© Foto zappo, Entwürfe für Kerzenverpackung</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=323</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Von Kindern und anderen Kleinigkeiten</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=313</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=313#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 14:20:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Designer]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
		<category><![CDATA[und die Welt und das Leben]]></category>
		<category><![CDATA[und was sie so umtreibt]]></category>
		<category><![CDATA[vegetarisch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=313</guid>
		<description><![CDATA[Ja, ihr könnt euch bestimmt noch erinnern als ich 2005 mich ins Geometrieheft der neunten Klasse  meines Sohnes verirrte. &#62;&#62; Heute ist Jakob* und auch Hanna** aus dem Haus. Was ich Jahre lang immer geredet habe und dabei viele misstrauische Blicke auf mich gezogen habe: „Denk, dran, mit achtzehn bist Du den Schlüssel los!“ hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2010/10/25800016.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-314" title="25800016" src="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2010/10/25800016-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ja, ihr könnt euch bestimmt noch erinnern als ich 2005 mich ins Geometrieheft der neunten Klasse  meines Sohnes verirrte. <a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=64#more-64" target="_blank">&gt;&gt;</a><br />
Heute ist Jakob* und auch Hanna** aus dem Haus. Was ich Jahre lang immer geredet habe und dabei viele misstrauische Blicke auf mich gezogen habe: „Denk, dran, mit achtzehn bist Du den Schlüssel los!“ hat gefruchtet. Es ist eine neue Zeit angebrochen. Im persönlichen Leben war mir das neu, im Designalltag durchaus geläufig.<span id="more-313"></span><br />
Ist es bei der Gestaltung eines Corporate Design nicht ähnlich? Da umwirbt man, recherchiert, entwirft, verwirft, gestaltet und zweifelt und fängt wieder neu, an bis man das CD erst als Idee und dann als Entwurf fertig hat. Sozusagen Zeugung und Geburt. Und dann wird es in die Welt geschickt. Links und rechts tauchen die unterschiedlichsten Einflüsse auf. Ist es gewappnet? Kann es überleben? Nimmt es Schaden? Was kann ich noch tun? Was hab ich falsch gemacht? Und siehe da, das Kind wächst. Natürlich muss man ein CD in der Jugendphase begleiten, sehen wie es heranwächst, sich ausformt, Hilfestellung geben und dann, irgendwann, läuft es, geht eigene Wege und wird selbstständig, ist weg. Und dann kann ich als Gestalter zufrieden sein. Etwas Wehmut bleibt, der wird vielleicht durch etwas Stolz aufgewogen, besser noch durch Anerkennung<br />
Warum erzähle ich euch das Alles? Weil die Gäste in meiner Küche weniger werden, weil meine Töpfe jetzt kleiner sind? Na klar, jetzt gibt es nur noch <a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=270" target="_blank">Eine</a>, für die ich mir Mühe geben muss.<br />
<a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=192" target="_blank">Vor einem Jahr</a> habe ich euch schon einmal Mangold ans Herz bzw. in den Topf gelegt.  Als Herbstgemüse im heimischen Garten gezogen, findet er immer wieder den Weg in meine Küche.<br />
Im Herbst trennt man besser Blatt und Stängel. Die Stängel werden wie Spargel gekocht und danach in brauner Butter geschwenkt. Die Blätter werden in ein und zwei Drittel getrennt. Den größeren Haufen blanchiert man, drückt ihn leicht aus und schneidet ihn zusammen mit dem kleinen Haufen  sehr klein. Kleingeschnittene Zwiebel untermischen, einen Hauch frischen Chili***, Öl, Salz und Balsamico runden es ab. Zusammen mit den Stängeln, gekochten Kartoffeln und einem Klecks Jogurt kann es zu einem romantischen Essen werden. Vorausgesetzt die Liebste (s.o.) isst mit.</p>
<p>Viele Grüße Euer Christhard Otto Landgraf</p>
<p><em>Foto: Selbstporträt mit Retro-T-Shirt von C. Landgraf, Jakob Hennig, 2007<br />
* Student in Jena<br />
** Studentin zur Zeit in Stellenbosch, Südafrika <a href="http://blogs.urz.uni-halle.de/hannainza/" target="_blank">&gt;&gt;</a><br />
*** sicherer ist es, wenn man den frischen Chili vorher einige Tage in Öl einlegt</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=313</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Verwerten</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=306</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=306#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Oct 2010 14:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Designer]]></category>
		<category><![CDATA[Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Suppen]]></category>
		<category><![CDATA[Süßes]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=306</guid>
		<description><![CDATA[Eine vielfach gehörte Klage unter Kollegen: „Ach, da hab ich drei Entwürfe präsentiert. Und  der Kunde hat den am wenigsten guten genommen.“ Beim Kochen werden gute „Abfälle“ meistens weiterverwertet. So wird aus Gemüsestrünken und ausgelösten Knochen eine Bouillon gekocht, die Fischgräten bekommt die Katz und die Teigschüssel zum Auslecken das Kind – sinnvoll weil Ressourcen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2010/10/zappo-Sardienen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-308" title="zappo-Sardienen" src="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2010/10/zappo-Sardienen-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine vielfach gehörte Klage unter Kollegen: „Ach, da hab ich drei Entwürfe präsentiert. Und  der Kunde hat den am wenigsten guten genommen.“<br />
Beim Kochen werden gute „Abfälle“ meistens weiterverwertet. So wird aus Gemüsestrünken und ausgelösten Knochen eine Bouillon gekocht, die Fischgräten bekommt die Katz und die Teigschüssel zum Auslecken das Kind – sinnvoll weil Ressourcen schonend. Bei Katz und Kind macht man sich damit noch lieb Freund. Warum übernimmt man diese Einstellung nicht bei der Gestaltung?<span id="more-306"></span><br />
Auf dem Weg zu einem Gestaltungsentwurf scribbelt man doch eine ganze Menge zusammen, arbeitet vieles als fast fertigen Entwurf aus und, sollte es der Kunde bezahlen, präsentiert mehrere unterschiedliche Entwürfe. Was macht man mit denen die nicht genommen werden (s.o.) oder denen, die man selbst schon als nicht passend aussortiert hat? Sollte es nicht so wie in der Küche sein, dass man sie weiterverwertet? Kann man diese Entwürfe preiswerter zur Verfügung stellen, Entwurfsarbeit ist bereits bezahlt und es fallen nur noch die Nutzungsrechte an? Kann man damit den schleichenden Preisverfall durch den „Volkssport Design“ aufhalten oder davon profitieren?</p>
<p><strong>Hier ein Recycling-Menü:</strong></p>
<p>Suppe – Kürbis aushöhlen vom Fleisch die Suppe kochen und die Hülle zu Halloween rausstellen <a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=78">&gt;&gt;</a></p>
<p>Fisch – Makrelen grillen und die Reste marinieren <a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=292">&gt;&gt;</a></p>
<p>Fleisch – beim falsche Hasen eine alte, harte Semmel verwenden <a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=13" target="_blank">&gt;&gt;</a></p>
<p>Nachspeise – Eier aufteilen: das Eigelb für gratinierte Früchte <a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=281" target="_blank">&gt;&gt;</a>, das Eiweiß für Pflaumenmakronen <a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=69" target="_blank">&gt;&gt;</a></p>
<p>Gutes Gelingen wünscht<br />
Christhard „Otto“ Landgraf</p>
<p>Foto: frische Sardinenabfälle für die Fischbouillon, © Christhard Landgraf</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=306</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Danksagung aus dem Sommerloch</title>
		<link>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=292</link>
		<comments>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=292#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 10:22:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christhard Landgraf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fisch]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=292</guid>
		<description><![CDATA[An dieser Stelle möchte ich allen danken, die mit seelischen und materiellen Zuwendungen, inklusive Einladungen, mein Handicap lindern wollten. Kulinarisch war alles dabei: Veganes, Restaurants, Grillpartys mit Liveband, private Candlelight-Dinner … Das, verbunden mit hochsommerlicher Hitze, hat mich doch ganz schön ins Schwitzen gebracht. Auch bin ich nur mit der rechten Gehirnhälfte (emotional) nicht so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2010/08/Gute-Besserung.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-293" title="Gute Besserung" src="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/wp-content/uploads/2010/08/Gute-Besserung-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>An dieser Stelle möchte ich allen danken, die mit seelischen und materiellen Zuwendungen, inklusive Einladungen, mein <a href="http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?p=281" target="_self">Handicap</a> lindern wollten. Kulinarisch war alles dabei: Veganes, Restaurants, Grillpartys mit Liveband, private Candlelight-Dinner …<br />
Das, verbunden mit hochsommerlicher Hitze, hat mich doch ganz schön ins Schwitzen gebracht. Auch bin ich nur mit der rechten Gehirnhälfte (emotional) nicht so gut ausgekommen, wie ich mir das dachte. Darum gab es in dieser Zeit auch einige <a href="http://www.beinert.net/kommuniques/63-friedrich/designbekenntnis.html#resuemee" target="_blank">Missverständnisse</a>.<span id="more-292"></span><br />
Als Fazit bleibt: Es macht viel Spaß ungehindert groß und klein zu schreiben, klar zu denken und selber zu kochen.<br />
Hier ein Klassiker für den Herd mit Grillpfanne oder den Grill: <strong>Makrelen* mit Roter Salsa.</strong><br />
Die frischen, ausgenommenen Makrelen säubern und den Bauch entlang der Hauptgräte tief aufschneiden, salzen und mit Zitrone leicht säuern. Zur Seite stellen und die Rote Salsa zubereiten: Tomaten und rote Zwiebeln, Jalapeño (scharfe Paprika, Chili, Peperoni) und frisches Basilikum klein bzw. sehr fein hacken. Mit Olivenöl, Balsamico, Salz und Pfeffer abschmecken. Sie kann durchaus recht scharf sein. Mit etwas Salsa füllt man die Bäuche der Makrele und lässt sie einige Zeit ruhen. Danach in der Pfanne oder auf den Grill bei mittlerer Hitze durchgaren. Dazu reicht man die restliche Salsa und Brot. Und das Beste ist, wenn etwas vom gegrillten Fisch übrig bleibt: Mit Balsamico und Salsa im Kühlschrank marinieren.<br />
Zur Abrundung bereiten wir einen alkoholfreien** Cocktail – <strong>Summer Cooler:</strong> Ein Longdrinkglas füllt man zur Hälfte mit Eiswürfel. Darauf gießt man 4 cl Orangensaft (frische europäische Orangen gibt es bis August) und Dashes*** Angostura. Das Glas füllen wir mit Zitronenlimonade (7 Up) auf.</p>
<p>Behaltet weiterhin ein kühlen und klaren Kopf<br />
Euer Christhard „Otto“ Landgraf<br />
<em><br />
</em></p>
<p><em>PS 1: Einige Rezepte sind als kleines „Büchlein“ erschienen. Ein Exemplar mit handcoloriertem Titel und handgebunden kann durch Zusenden**** von 5 Euro in Briefmarken erworben werden. Uncoloriert ist es als <a href="http://zappo-berlin.de/aktuell/wp-content/uploads/2010/06/Design-meets-Cook-2010.pdf">PDF</a> (1,8 MB) verfügbar.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em>PS 2: Im obigen Text ist auf eine typografische Besonderheit hinzuweisen. Beim Auszeichnen oder Hervorheben (hier fett) gibt es für das nachfolgende Satzzeichen keine Regel.</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
<p><em>* Achtung! Nicht aus dem Nordostatlantik (Nordsee, Skagerrak und Kattegat)<br />
** Angostura enthält 44 % Vol.  Alkohol<br />
*** dash = 1 Spritzer<br />
**** zappo, Scharnhorststraße 25, 10115 Berlin</em></p>
<p><em><br />
<strong> Illustration: Norbert Egdorf, http://www.egdorf.com/</strong></em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.zappo-berlin.de/designmeetscook/?feed=rss2&#038;p=292</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
